Vor Monaten schon machte der südamerikanische Staat El Salvador Schlagzeilen. Denn Nayib Bukele, der Präsident des Landes, investierte einen großen Teil des Geldes in Kryptowährungen – vor allem in Bitcoin. Mit dem Absturz diverser Börsen und Kryptowährungen leidet auch das Land selbst. Besonders verheerend wirkt sich der Bitcoin-Crash aus.

Vor Bitcoin-Crash: IWF warnte vor Risiken

Anfang September 2021 hat El Salvador den Bitcoin als erstes Land der Welt offiziell als gesetzliches Zahlungsmittel anerkannt. Per Gesetz sind Händler damit verpflichtet, die Kryptowährung zu akzeptieren – sofern sie technisch dazu in der Lage sind. Der Bitcoin-Crash bestätigt nun, wovor der Internationale Währungsfonds (IWF) schon im Januar 2022 warnte.

„Die Einführung einer Kryptowährung als gesetzliches Zahlungsmittel ist […] mit erheblichen Risiken für die Finanz- und Marktintegrität, die Finanzstabilität und den Verbraucherschutz verbunden“, hieß es damals in einer Pressemitteilung der UN-Unterorganisation. „Sie kann auch Eventualverbindlichkeiten schaffen.“

Wie heise online berichtet, verschärft der Bitcoin-Crash die Finanzkrise El Salvador nun noch weiter. Immerhin hatte die Regierung des Landes zwischen September 2021 und Mai 2022 Bitcoin im Wert von über 100 Millionen US-Dollar erstanden.

Regierung ist „unflexibel und unreflektiert“

Die Angst vieler Anlegerinnen und Anleger sei darin begründet, dass ihr Geld verloren sei, meint die Wirtschaftswissenschaftlerin Tatiana Marroquín. Eine wichtige Rolle spiele auch die Willkür der Verwaltung der öffentlichen Mittel. Marroquín zufolge sei „der Präsident unfähig zu akzeptieren, dass er einen Fehler gemacht hat“.

Das sei ein weiteres Zeichen dafür, „wie unflexibel und unreflektiert die Regierung El Salvadors ist“, zitiert heise weiter. Bukele denke „mehr an das Bitcoin-Narrativ als an das Wohl El Salvadors“.

Quelle: Internationaler Währungsfonds; heise online

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